Neujahrsgruß

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2020 war und ist geprägt durch die Pandemie wie kein anderes zuvor.
Alles was uns wichtig ist, wurde betroffen gemacht.
Innerhalb der Familie, im Umgang mit Freunden, Verwandten und Bekannten.

Unsere lieb gewordene Freiheit wurde und wird eingeschränkt. Nicht nur während der Urlaubszeit, in der das Ausland teilweise in weite Ferne rückte. Dafür legte der Urlaub in Deutschland weiter an Bedeutung und Interesse zu. Mit Optimismus hoffe ich, dass Sie dennoch schöne Tage in einem vom Wetter her schönen Sommer verbracht haben. Manche in den Freibädern der Stadt.

Aber auch in der Freizeit, bei Kultur und Sport, sowie im täglichen Leben müssen wir Einschnitte hinnehmen. Ich verstehe alle, die über den Mundschutz fluchen, danke aber dafür, dass er angelegt wird.

Und ich bitte Sie eindringlich, sich bewusst an die Regeln zu halten. Dafür gibt es gute Gründe. Wenn ich an die kranken Menschen denke, wenn ich an die Kinder in Schulen und Kindertagesstätten denke, dann wird mir immer wieder bewusst, wie wichtig unser eigenes Verhalten ist.
In der Stadt haben wir von Corona Betroffene und ganz schön viele Kinder mussten in Quarantäne geschickt werden. Beides immer mit Folgen für die Familie und andere Menschen, zu denen Kontakte bestanden.

Die Wirtschaft ist stark betroffen, das machen die Steuerausfälle deutlich. Noch mehr denke ich an die Branchen, die seit März um die Existenz kämpfen müssen. Gaststätten, die Hygienekonzepte hatten um Einbußen zu mindern sowie Veranstalter und Reisebüros, die keine Angebote mehr unterbreiten konnten.
Dazu zählen auch die vielen Vereine, die aus ihrer Grundüberzeugung heraus für die Bürgerinnen und Bürger tätig sein wollen, ihnen wurde die Grundlage entzogen. Aber sie verzagen nicht, die Vereine arbeiten am Neustart. Dafür meinen herzlichen Dank. Und auf all diejenigen, die pflichtige Ehrenämter wahrnehmen, war stets Verlass- unsere Kameradinnen und Kameraden in den freiwilligen Feuerwehren und unsere Ratsdamen und Ratsherren im Stadtrat und den Ortschaftsräten.

Ganz besonders möchte ich auch denen danken, die zu der neuen Kategorie der systemrelevanten Berufe zählen. Weder in Geld noch in Anerkennung wurde das bisher bundes- bzw. landesweit bewusst. Aber diese Menschen haben die Grundfunktionen zum Erhalt des öffentlichen Lebens gesichert. Eine herausragende Leistung.

Lassen Sie mich positiv und optimistisch enden. Denken Sie an die schönen Stunden des Jahres 2020, an Erlebnisse mit der Familie, mit Freunden, an Spaziergänge und Radtouren in unserer Heimat. Auch an Erfolge bei der Arbeit und im Ehrenamt. Ich hoffe, Sie können dann ein kleines bisschen lächeln. Und lassen Sie uns wünschen, dass wir der Normalität im nächsten Jahr ein ganzes Stück entgegenkommen.

Alles Gute für 2021 und bleiben Sie so gesund wie möglich.

Ihr Bürgermeister

Thomas Kluge