"Wir bleiben in Kontakt" (3)

Einige Monate der Notbetreuung in den Kindertagesstätten liegen hinter uns. Seit dem 01. März 2021 gilt der eingeschränkte Regelbetrieb, soweit das Infektionsgeschehen dies ermöglicht.

Was geschah in den winterlichen Monaten, in denen nicht alle Kinder zu ihren Freunden und vertrauten Bezugserzieher*innen in die Kita kommen durften? Wie ist es den Mitarbeitenden in den Kindertagesstätten gelungen, einen spürbaren Kontakt zu halten?

Fortsetzung der Reihe „Wir bleiben in Kontakt“ mit der Kita „Seesternchen“ in Seehausen.

 

Folge 3: Kita „Seesternchen“ in Seehausen

Kita-Leiterin Ines Mönch.

Die Mitarbeiter*innen der Kita und des Hortes in Seehausen haben in der Zeit der Notbetreuung ca ¾ der angemeldeten Kinder betreut. Das Team engagierte sich, den Kita-Alltag für die anwesenden Kinder so normal wie möglich zu gestalten, unter Einhaltung der umzusetzenden Hygiene- und Kontaktvorgaben. Einrichtungsleiterin Ines Mönch berichtet über viele Möglichkeiten, die Kinder und Familien zu erreichen die nicht in die Einrichtung kommen konnten. Die Kolleginnen und Kollegen initiierten, gemeinsam mit den anwesenden Kindern, „kreative Brücken“ und sendeten viele „Signale“ aus der Kita an die zu Hause betreuten Jungen und Mädchen. Das benannte „Sorgentelefon“ wurde eher wenig genutzt.

Die betreuten Kinder nehmen die Bedingungen, die sie in der Kita ebenso mit einhalten müssen, relativ gut an. Sie werden täglich mit den Situationen konfrontiert und erleben – ihre Spielfreunde dürfen nicht in die Kita kommen, sie haben begrenzte Bereiche, in denen sie sich bewegen können, Mama und Papa bringen und holen sie nur bis/aus dem ersten Flurbereich, sie müssen öfter ihre Hände gründlich waschen usw. 

Aber alle Kinder wissen auch, warum das so ist und geben uns doch recht schnell wieder ihre, sie wirklich interessierenden Themen, vor. Dinos, die Urtiere unserer Welt, waren von besonderem Interesse und natürlich das unmittelbare Erleben der unsagbar vielen Schneemassen, so Ines Mönch. Kleine Projekte wurden in den Gruppen durchgeführt und viel Informationen zu Dinos, Eis und Schnee über Geschichten, Lieder, Experimente, Gespräche gemeinsam erarbeitet, veranschaulicht und in Collagen von den Kindern aufbereitet und dargestellt. Alles wurde so vorbereitet, dass die Hauskinder stets bedacht und sich „mitgenommen“ fühlten. Der Austausch erfolgte über Whats-App-Gruppen der Eltern, über das Verteilen der Post in die Briefkästen der Familien durch Nachbarskinder oder Kolleginnen. Den Akteuren nochmals ein herzliches Danke, so die Kita-Leiterin I. Mönch.

Für andere gute Praxisbeispiele folgen Sie den weiteren Veröffentlichungen.

Bleiben Sie gesund.

Birgit Kottisch

Fachmoderatorin Kindertagesstätten